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Forschung zur Digitalisierung der Produktion für Klein- und Mittelständische Unternehmen

Automatisierung und intelligente Vernetzung werden notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Grenzüberschreitende Lösungen sollen keine und mittlere Unternehmen im Alpenraum stärken.

Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) stehen vor der existenziellen Herausforderung der Digitalisierung ihrer Produktion sowie der darunterliegenden Prozesse und Services. Innovative Technologien wie beispielsweise Roboter, 3D Drucker, Virtual- und Augmented Reality, um nur einige wenige zu nennen, erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Das transnationale Forschungsprojekt „BIFOCAlps“ widmet sich seit 2016 der Thematik „Fabrik der Zukunft“. Dabei stehen grenzüberschreitende Innovations-Kooperationen ebenso im Mittelpunkt wie nachhaltige, intelligente und wettbewerbsfähige Entwicklung von Produktions-Wertschöpfungsketten. Am 18. September findet an der FH Vorarlberg eine abschließende Konferenz statt. Dort werden die Ergebnisse der 2,5-jährigen Forschung und deren praktische Anwendungen präsentiert und demonstriert.

Richtung Fabrik der Zukunft

Die Einführung und Umsetzung digitaler Strategien sowie die Implementierung neuer Technologien sind Herausforderungen, vor der viele traditionelle klein- und mittelständische Produktionsbetriebe stehen. Diese digitale Transformation ist im vollen Gange und erfasst sämtliche Bereiche. Konventionelle Herstellungsmethoden und Produktionsprozesse werden mit digitalen Technologien ergänzt und/oder ersetzt. Die Herausforderungen, denen sich die Unternehmen stellen müssen, sind vielfältig und umfassen Innovationen auf der Produktions-, Prozess-, Service- und Technologieebene gleichermaßen. Die Vision ist dabei klar: organisationale Weiterentwicklung zu „smarten“ Fabrik der Zukunft, in denen Menschen und Maschinen kooperativ Arbeiten erledigen, in denen die Kunden mit den Herstellern aktiv interagieren sowie Daten und Informationen zu beidseitigen Vorteilen austauschen. Die Durchführung von Forschungs-, Innovations- und Technologieprojekten und deren Implementation ist dabei existentiell um den Smartness-Level und Innovationsgrad des jeweiligen Unternehmens zu erhöhen.

Zusammenarbeit im Alpenraum verbessern

Das Projekt „BIFOCAlps“ der FH Vorarlberg setzt bei dieser Problemstellung an. Ziel ist es, die Innovationskraft der Klein- und Mittelständischen Unternehmen im Alpenraum zu verbessern und deren Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dabei soll die länderübergreifende Zusammenarbeit im Alpenraum ausgebaut werden, um so alle Akteure eines Produktions- und Innovationssystems zusammenzubringen. Der Hauptfokus des Projekts liegt auf produzierenden Unternehmen, die durch den Einsatz neuer Technologien zu einer intelligenten Fabrik der Zukunft verschmelzen.

Konferenz mit Demonstrations-Workshops

BIFOCAlps ist ein von Interreg Alpine Space gefördertes Projekt. Am 18. September 2018 findet an der FH Vorarlberg die abschließende Konferenz statt. Interessierte Unternehmen sind eingeladen, an der ganztägigen Konferenz teilzunehmen. Ab 8.00 Uhr werden die erzielten Projektergebnisse vorgestellt, demonstriert und diskutiert.

Am Vormittag werden Key Note Präsentationen zu dem Inhalt und den Ergebnissen der jeweiligen Arbeitspakete und dessen praktische Anwendung präsentiert. Am Nachmittag werden drei Demonstrations-Workshops hinsichtlich der Fabrik der Zukunft aus sozio-technologischer, wirtschaftsinformatischer und IT Sicht durchgeführt.


Informationen und Details sowie den Anmeldelink zu der Konferenz finden Sie auf der BIFOCAlps Homepage: 

http://www.alpine-space.eu/projects/bifocalps/en/news-events/events/final-event

OTS

Die Digitalisierung ist in vollem Gange. Die Internationale Bodensee-Hochschule begleitet mit ihrem IBH-Lab «KMUdigital» kleine und mittlere Betriebe in eine neue Realität – mit dem vereinten Know-how von zehn Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen. Nun beginnt der Transfer von ersten Erkenntnissen, um Unternehmen der Bodenseeregion in eine erfolgreiche Position zu bringen. 

«Es gibt viel Handlungsbedarf für die erfolgreiche Digitalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Bodenseeregion», sagt Christopher Köhler von der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen. Er ist einer der Projektbeteiligten des IBH-Labs KMUdigital. Die Internationale Bodensee-Hochschule (IBH) ist der Verbund von dreissig Hochschulen rund um den Bodensee und initiierte 2017 die drei IBH-Labs «Active & Assisted Living», «Seamless Learning» und «KMUdigital», gefördert mit zehn Millionen Euro durch das Interreg-V-Programm «Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein». Das IBH-Lab KMUdigital unterstützt KMU der Bodenseeregion bei der Bewältigung, Umsetzung und Implementierung der rasant fortschreitenden industriellen Digitalisierung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich dafür mit Unternehmen in länderübergreifenden Einzelprojekten vernetzt. Die Projektpartner des IBH-Labs KMUdigital präsentierten sich am 24,.08.2018 auf dem Ostschweizer Technologie-Symposium: Die ersten drei Einzelprojekte warten bereits mit Ergebnissen auf, drei neue Projekte wurden Anfang 2018 ins Leben gerufen.


Digitale Agenda Bodensee (DAB) - Eine digitale Agenda für die Region

Christopher Köhler engagiert sich in dem Einzelprojekt «Digitale Agenda Bodensee»: Welche politischen, rechtlichen und organisationalen Rahmenbedingungen brauchen KMU, um in der digitalen Zukunft bestehen zu können? «Eine erste Analyse zeigt, dass beispielsweise das Glasfasernetz – insbesondere im ländlichen Raum – ausgebaut werden muss. Zudem fehlt der 5G-Standard als nächste Generation des mobilen Internets», so Köhler. Eine wichtige Rolle spielen auch der Datenschutz und die Frage des Verhältnisses zwischen menschlicher und maschineller Zusammenarbeit. Das Projektteam präsentiert seine Analyse in Form eines «Grünbuchs», am Donnerstag, den 18. Oktober 2018, öffentlich an der Zeppelin Universität, um es mit KMU-Praktikerinnen und -Praktikern zu diskutieren. «Zum Ende des Projektes veröffentlichen wir unsere Ergebnisse mit Handlungsempfehlungen in einem ‚Weissbuch‘ und adressieren dieses an politische Entscheidungsträger», führt Köhler aus. Nebst der ZU beteiligen sich die Hochschule Konstanz Technik Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) und die Fachhochschule St. Gallen (FHS) an dem Projekt.


DigitalisierungsNavigator (DigiNav) - KMU Schritt für Schritt begleiten

Eine zweite Projektgruppe veröffentlicht 2019 den «DigitalisierungsNavigator» - einen Leitfaden für Industrieunternehmen mit vielen Praxisbeispielen, mit dem KMU ihre eigene Digitalisierungsstrategie entwickeln können. «Der Marktdruck zur Digitalisierung ist enorm», weiss Christian Thiel, Professor an der FHS St.Gallen. Die gemeinsame Untersuchung mit der HTWG Konstanz, der Innerstaatlichen Hochschule für Technik Buchs (NTB) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt: Während einige KMU bereits weitgehend digitalisiert sind, stehen andere noch komplett im analogen Zeitalter. «Vielen KMU ist nicht bewusst, dass schon bald zahlreiche Geschäftsmodelle überflüssig werden», sagt Thiel. Der Leitfaden zeigt ihnen auf, welche Schritte sie nun gehen können.


i4Production - Die digitalisierte Produktion simulieren

Ein drittes Projektteam, «i4Production», stellt KMU Produktions-Know-how zur Verfügung. Die HTWG Konstanz, die Fachhochschule Vorarlberg (FHV), die NTB Buchs und RhySearch, das Forschungs- und Innovationszentrum Rheintal, betreiben gemeinsam eine länderübergreifende Musterfabrik mit digitalisierten Produktionsprozessen und Lieferketten. «Welche Vorteile entstehen dadurch? Wie werden Partner eingebunden? Wo warten Probleme? KMU können mit unserer Simulation solche Prozesse durchspielen», erklärt NTB-Prorektor Andreas Ettemeyer.


Digitale Landwirtschaft Bodensee (DigiLand) - Revolution von Nahrungsketten

Neu gestartet ist das Einzelprojekt «Digitale Landwirtschaft Bodensee». Dabei werden Musterprozesse für Brokkoli, Blumenkohl und Romensco analysiert und verbessert – von der Ernte bis ins Ladenregal: pflücken, waschen, wiegen, schneiden, abpacken und so weiter. Welche Technologien helfen dabei? Lukas Scherer, Professor an der FHS St.Gallen, denkt dabei an Ernteroboter, sogenannte Exoskelette, die Feldarbeiter entlasten und jedes Gemüse betreffend Grösse, Gewicht, Nährgehalt und Qualität prüfen. «Sie melden auch, wann wo welches Gemüse erntereif ist», so Scherer. Von der Wetterprognose über den Traktor bis zur Nachfrage im Ladenregal ist dank Sensoren alles digital vernetzt. «Das verhindert beispielweise, dass zu viel Gemüse auf den Markt gelangt, und so die Preise verfallen.» Das Projektteam von der FHS St.Gallen, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg (DHBW) und der NTB Buchs beabsichtigt eine Online-Plattform zu entwickeln, die als Service- und Informationsdrehscheibe den verschiedenen Akteuren des Wertschöpfungsnetzes zur Verfügung steht.


Data4KMU - Daten-getriebene Dienstleistungen, statt nur Produkte

Neue Services und Produkte auf der Basis von Daten und Analytik – darum geht es im neuen Projekt «Data Science für KMU»: Statt Fahrzeuge werden durchgeführte Transporte angeboten. Statt Produktionsmaschinen werden garantierte Stückzahlen «verkauft». Hersteller rüsten ihre Produkte mit Sensoren aus und übernehmen automatisch ihren Service, wenn Probleme auftauchen oder eine bessere Einstellung möglich ist. «Dafür müssen KMU mit Daten umgehen können», sagt Jürg Meierhofer von der ZHAW. Während Grosskonzerne dafür einfach neue Abteilungen aufbauen, könnten KMU mit solchen Daten-getriebenen Services technologisch abgehängt werden. Jürg Meierhofer kann sich aber vorstellen, dass sich für die KMU in der Bodenseeregion gerade in dieser Situation neue, spannende Möglichkeiten bieten, um gemeinsam Know-how aufzubauen und Datenplattformen zu betreiben.


Digital Transformation Guide (DigiTraG) - Die digitale Transformation managen

Wie schaffen KMU den disruptiven Wandel? Wie optimieren sie ihr Kerngeschäft und setzen gleichzeitig zukunftsfähige Innovationen um? Dafür entwickelt ein Projektteam der HTWG Konstanz, Universität St. Gallen und ZU in Friedrichshafen ein Handbuch für KMU. «Viele Geschäftsmodelle sind jetzt schon bedroht. Es geht darum, Chancen und Risiken dieses Wandels zu erkennen», erklärt Christoph Müller, Professor an der Universität St.Gallen. Wie bindet man die richtigen Experten für Innovationen ein? Welche Führungsstile eignen sich für die digitale Transformation von Unternehmen? In dem Einzelprojekt «Digital Transformation Guide» werden solche Fragen in Workshops mit KMU erarbeitet und die Erkenntnisse daraus in einem Handbuch zur Verfügung gestellt.

Alle Einzelprojekte des IBH-Labs KMUdigital eint der Ansatz, in enger Zusammenarbeit mit KMU interdisziplinär anwendungsorientierte Digitalisierungsstrategien und Lösungsansätze zu entwickeln, damit KMU der Vierländerregion Bodensee auch in der digitalen Transformation wettbewerbsfähig bleiben. Am Freitag, den 21. September 2018, haben Unternehmen auf der Innovationskonferenz «BODENSEE SUMMIT digital» an der HTWG Konstanz die Möglichkeit, sich über die Erkenntnisse des IBH-Labs KMUdigital zu informieren und sich in Workshops und Challenge your Peers Sessions praxisorientiertes Wissen anzueignen.

 

Grünbuchpräsentation
Die KMU, der Motor der Wirtschaft in allen vier Anrainer Ländern des Bodensee sind gleichzeitig auch das Herzstück der Wirtschaft der Bodenseeregion. Gerade sie sind es aber auch, die im Vergleich zu Grosskonzernen verschiedenartige Wettbewerbsnachteile und geringere finanzielle und humane Ressourcen besitzen. Umso wichtiger ist es dann, dass die politischen, juristischen und personalpolitischen Rahmenbedingungen, welche die KMU bei der Digitalisierung unterstützen sollen, möglichst passgenau auf die KMU abgestimmt sind.

Am 18. Oktober stellen die Projektpartner der Digitalen Agenda Bodensee –  das Zentrum für politische Kommunikation an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen, die FHS St. Gallen und die HTWG Konstanz –  ihr Grünbuch: "Digitalisierung in KMU – Politik, Personal und Recht im Fokus" vor.

Das Grünbuch greift unter anderem folgende Fragen auf:"Welche (vorhandenen) politischen Rahmenbedingungen sind für die KMU der Bodenseeregion relevant?", "Wie stark werden Arbeitsplätze von der Digitalisierung verändert oder verdrängt?" und "Welche neuen, technologiegetriebenen Rechtsfragen bringt die Digitalisierung für KMU der Bodenseeregion mit sich?" und versucht explizit vor dem Hintergrund der Herausforderungen von KMU relevante Antworten zu geben.

Das Projekt Digitale Agenda Bodensee ist Teil des IBH-Labs KMUdigital, das sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beschäftigt, also jenem Wirtschaftsbereich, für den gerade die Bodenseeregion international hohe Reputation genießt. In einem nächsten Schritt sollen dann in einem Weissbuch Lösungsszenarien entwickelt werden, um ein produktives Miteinander von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu gewährleisten.


Die Veranstaltung findet am 18.10.2018 von 18:00 bis 20:00 auf dem ZF Campus der Zeppelin Universität in Friedrichshafen statt. Weitere Informationen und Anmeldung hier...

Bodensee Summit digitalDie Digitalisierung, oftmals auch als die vierte industrielle Revolution bezeichnet, gilt als eine der tiefgreifendsten Veränderung der vergangenen Jahrzehnte, nicht nur für technologische Aspekte, sondern insbesondere auch für gesellschaftliche Veränderungen. Es ist zu beobachten, dass die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen immer schneller und vor allem auch radikaler werden, was speziell für etablierte Unternehmen große Herausforderungen mit sich bringt. Laut einer Studie des Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) vom Jahre 2016 laufen vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Gefahr bei der digitalen Transformation abgehängt zu werden, da diese u.a. weniger Ressourcen dafür zur Verfügung haben als Großunternehmen. Viele KMU stellen sich daher die Frage, wie sie am besten damit umzugehen haben.

ÜBER DEN BODENSEE SUMMIT digital

Der BODENSEE SUMMIT digital, der am 21. September 2018 an der HTWG Konstanz stattfindet, adressiert Fragestellungen rund um das Thema digitale Transformation im Kontext kleiner und mittlerer Unternehmen, mit dem Schwerpunkt auf digitale Innovation und Arbeit 4.0.

Im Mittelpunkt des ersten BODENSEE SUMMIT digital steht der Wissenstransfer neuester Erkenntnisse rund um die Themen Innovation und Digitalisierung sowie das Vernetzen der verschiedenen Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft der Bodenseeregion. Hierzu werden neben spannenden Keynotes auch interaktive Diskussionsformate und Startup-Pitches geboten. „Unser Ziel ist, dass sich jeder Teilnehmer fachlich von erstklassigen Speakern inspirieren lässt, direkt umsetzbare Handlungsmöglichkeiten für sein Unternehmen mitnimmt und mit einer Vielzahl an neuen Kontakten die Konferenz zufrieden verlässt“, sagt Prof. Dr. Guido Baltes.

Ausgerichtet wird der BODENSEE SUMMIT digital vom IST Innovationsinstitut, dem IBH-Lab KMUdigital und dem Startup Netzwerk Bodensee.


Bis zum 10. Auguts 2018 können Sie sich noch Ihr Ticket zum Early-Bird-Tarif von 149 € sichern. Danach gilt der reguläre Tarif von 199 €! Jetzt Tickets bestellen auf www.bodensee-summit.com

Digital Summit fuer KMU 2018 in Zürich

Der Digital Summit für KMU wird eng mit der Institution digitalswitzerland als offizieller Keypartner und Träger organisiert. Namhafte Branchenpersönlichkeiten und Schweizer Unternehmen, Institutionen, Medien und Verbände tragen die auf KMU ausgerichtete Veranstaltung mit. Internationale Speaker und Experten aus der Schweiz gestalten das Programm. Das Ziel ist, KMU Unternehmern Orientierung, Wissen und zukunftsweisende Inspiration zu bieten, um die Digitalisierung zu starten.

Die Formate sind konkret, praxisbezogen und bieten digitales Lernen von den Besten für KMU!

Das IBH-Lab KMUdigital unterstützt klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) in der Bodenseeregion bei der Bewältigung, Umsetzung und Implementierung der rasant fortschreitenden Digitalisierung, indem anwendungsorientierte Lösungen für und mit KMU erarbeitet und ihnen zugänglich gemacht werden.

Treffen Sie das IBH-Lab KMUdigital beim Digital Summit für KMU in der Best Practice Arena 3

In Praxisvorführungen zeigen Ihnen die Projektpartner, wie KMUs Digitalisierung nutzen. Ergänzt werden die Angebote am Stand durch die Vorträge von Patrick Berhalter „Menschen – Digitalisierung / Innovation & Leadership“, Dr. Gundula Heinatz Bürki „Vorstellung der Aktivitäten und Potenziale Swiss Alliance for Data-Intensive Service“ sowie dem Workshop „‘Data Driven Service Design‘ für Manufacturing KMU einfach gemacht“ mit Teresa Alberts und Dr. Jürg Meierhofer.

 Weitere Informationen zum Digital Summit für KMU finden Sie unter swissdigitalcompany.ch


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Als Kooperationspartner des Digital Summit für KMU bietet das IBH-Lab KMUdigital Ihnen die Chance, ein reduziertes Ticket für den Digital Summit für KMU zu erhalten (limitiertes Kontingent). Einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schreiben und mit etwas Glück zu einem reduzierten Preis am Digital Summit teilnehmen!

Die weltpolitische Lage und die wissenschaftspolitische Landkarte verändern sich in den letzten Jahren dynamisch: Aufstrebende Wissenschaftsnationen bieten neue Kooperationsmöglichkeiten in Lehre und Forschung, der internationale Wettbewerb nimmt zu.

Gleichzeitig erschwert eine zunehmende Wissenschaftsskepsis bis hin zu Wissenschaftsfeindlichkeit in Staaten innerhalb und außerhalb Europas den grenzüberschreitenden Austausch und die internationale Zusammenarbeit. Martina Brockmeier, Vorsitzende des Wissenschaftsrats, weist darauf hin:

„Alle Akteure in der Wissenschaft sollten sich bewusst sein, dass sie sich immer in einem politischen Umfeld bewegen. Die Spannungen und Zielkonflikte von Partnern, die in Bezug auf Leistung und Ressourcen sehr ungleich sein können, muss man im Blick behalten, aber auch die unterschiedlichen Motive und Werthaltungen können wir nicht ignorieren.“

Um die deutschen Hochschulen für Chancen und Risiken im Umgang insbesondere mit neuen Partnerstaaten zu sensibilisieren, empfiehlt der Wissenschaftsrat, eine zentrale Beratungsstelle beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) oder bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zu schaffen. „Wir müssen in allen internationalen Konstellationen klar für unsere Werte und Qualitätsansprüche eintreten und als Botschafter für die freie Ausübung von Wissenschaft, die wissenschaftliche Integrität und den Schutz geistigen Eigentums in die Welt gehen“, so Martina Brockmeier.

Besondere Chancen erkennt der Wissenschaftsrat in der Idee einer Europäischen Hochschule, die Anregungen für viele Hochschulen unterschiedlichen Typs für alle ihre Leistungsdimensionen geben kann. Mit einem solchen Profil kann überzeugend für die Werte des europäischen Hochschulraums geworben werden, gleichzeitig mit dem Einstehen für Wissenschaftsfreiheit, Weltoffenheit, Verantwortung und kulturelle Vielfalt ein Gegenentwurf zu nationalistischen und wissenschaftsskeptischen Tendenzen gesetzt werden. Die Studierenden könnten von Mehrsprachigkeit, interkulturellen Erfahrungen und Doppelabschlüssen profitieren. Um die innereuropäische Kooperation in der Forschung und die Mobilität von wissenschaftlichem Personal zu fördern, empfiehlt der Wissenschaftsrat den politischen Akteuren, ihre Programme so zu gestalten, dass auch unterschiedlich starke Partner zusammenarbeiten und Drittmittel grenzüberschreitend verwendet werden können.

Die Hochschulen verzeichnen steigende Anteile ausländischer Studierender und Beschäftigter und verfügen damit über einen wachsenden internationalen Erfahrungsschatz und kulturelle Vielfalt. Um diesen Schatz zu heben und die „Internationalisierung zu Hause“ zu intensivieren, empfiehlt der Wissenschaftsrat den Hochschulen eine zu ihrem Profil passende Sprachenpolitik, die auch die Verwaltung einbezieht. Sie sollten Einzelmaßnahmen für die Internationalisierung in ein institutionelles Gesamtkonzept zusammenführen, die Strategie auf ihr fachliches Profil abstimmen, aber auch entsprechend der dynamischen Veränderungen immer wieder adjustieren. Internationalisierung wird derzeit stark über Drittmittel finanziert. Die Ausstattung der bewährten Fördereinrichtungen, insbesondere des DAAD und der Alexander von Humboldt-Stiftung, sollte verbessert werden. „Um ihre Strategien langfristig zu verfolgen, benötigen die Hochschulen aber auch für die Internationalisierung eine auskömmliche Grundfinanzierung“, so Brockmeier.


Artikel erschienen am 09.07.2018 unter bildungsklick.de, die-journalisten.de GmbH (Hrsg.), URL: https://bildungsklick.de/hochschule-und-forschung/meldung/internationalisierung-von-hochschulen-jetzt-erst-recht/ (abgerufen am 13.07.2018)